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Der Luftbefeuchter Test – Wer dampft am besten ab?

Herzlich Willkommen zum Luftbefeuchter Test von Wunschgetreu. Bevor wir loslegen, gibt es vorab ein paar kleine Hinweise! Denn damit wir in unserem Test eine direkte Vergleichbarkeit im täglichen Gebrauch herstellen können, haben wir alle Luftbefeuchter dem gleichen Praxistest unterzogen. In diesem haben wir jedes Gerät eine halbe Stunde lang bei voller Leistung laufen lassen. Dabei haben wir den Stromverbrauch, die Lautstärke und die Veränderung der Raumluftfeuchtigkeit gemessen. Für Letzteres haben wir zwei Messstationen aufgestellt. Die erste haben wir in einem Meter und die zweite in drei bis vier Meter Entfernung platziert.

Was wir in unserem Luftbefeuchter Test außerdem noch hinzugezogen haben, ist ein Artikel von Stiftung Warentest bezüglich der Hygiene der Luftbefeuchter. Hier wurde sich auf eine dritte Quelle bezogen, in der es hieß, dass insbesondere die Geräte mit Ultraschall-Technologie eine gewisse Keimproblematik aufweisen. Diese müssen daher intensiver als Befeuchter mit anderer Technologie mit Essig gereinigt und mit destilliertem Wasser betrieben werden! So, da wir das jetzt hinter uns haben, kann es auch gleich los gehen!

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TaoTronics & Homasy im Luftbefeuchter Test!

Beginnen wir unseren Luftbefeuchter Test mal im unteren Preissegment. Hier haben wir den TaoTronics und den Homasy, die im Vergleich über eine ähnliche Ausstattung verfügen. Bei beiden handelt es sich um Ultraschallgeräte. Sie sind sehr “basic” gehalten bzw. bringen nur ein Minimum an Features mit sich. Dazu gehören ähnliche Größen der Wassertanks, das maximale Raumvolumen für die optimale Befeuchtungsleistung und eine Abschaltautomatik bei leerem Wassertank. Was den beiden fehlt, ist eine automatische Feuchteregulierung. Deshalb muss man die Raumluftvernebler manuell deaktivieren, wenn es zu feucht wird.

Beide haben recht kurze Kabel, auch wenn das vom TaoTronics ein wenig länger ausfällt. Darüberhinaus haben Sie zwei Düsen, die sich einfach mit einer Hand sowohl gemeinsam als auch unabhängig voneinander um dreihundertsechzig Grad drehen lassen. Unterschied hierbei ist seitens des TaoTronics, dass sich die Düsen abnehmen lassen, um die Luftfeuchtigkeit um das Gerät herum stärker zu erhöhen. Der Homasy hatte in diesem Luftbefeuchter Test das Problem, dass sich die äußere Düse nur sehr schwer drehen ließ. Außerdem wirkte es auf uns, dass die Düsen den Dampf nicht ganz so weit pusten konnten. 

Dies können die Messungen im praktischen Raumbefeuchter Test jedoch nicht bestätigen. Im Gegenteil! Diese haben eine leicht bessere Verteilung der Luftfeuchtigkeit im Raum aufgezeigt. Ansonsten zeichnete sich bei beiden ein sehr ähnliches Bild ab. Undzwar funktioniert die Befeuchtung um das Gerät herum sehr gut, die mit der Entfernung aber stark abnimmt. Beide Geräte waren sehr leise, der Homasy mit siebenundzwanzig bis achtundzwanzig Dezibel sogar am leisesten im gesamten Luftbefeuchter Test. Auch der Stromverbrauch war bei beiden mit am geringsten. Da es sich bei beiden Befeuchtern um Ultraschallvernebler handelt, müssen sie aus den oben genannten Gründen intensiver gereinigt werden. Durch den einfachen Aufbau beider Geräte verlief dieser Prozess jedoch vergleichsweise einfach und problemlos. Man muss lediglich darauf achten, dass kein Wasser in die Elektronik gelangt.

Feuchte Luft für wenig Geld

Bislang waren sich die Geräte im Ultraschall Luftbefeuchter Test des unteren Preissegments noch recht ähnlich. Doch kommen wir nun zu den Unterschieden. Diese bestehen in der Bedienung, der Indikatorleuchte und vor allem der Optik. Letztere wirkt beim Homasy schlank und geschlossen und lässt sich durch seine Form- und Farbgebung gut im Wohnraum integrieren. Der TaoTronics hingegen wirkt nicht sehr wertig und ist durch seinen blauen Tank in unserem Luftbefeuchter Test am auffälligsten. Die Indikatorleuchte des TaoTronics ist so verbaut, dass sie in den Wassertank hinein leuchtet und gut sichtbar ist. Die Leuchte vom Homasy kann man hingegen besonders bei ungünstigen Lichtverhältnissen kaum erkennen. Das führt dazu, dass man nicht immer gleich ablesen kann, in welcher der drei Vernebelungs-Stufen er sich gerade befindet. Ein Geräusch zur Orientierung wäre beim Einstellen da sehr hilfreich gewesen.

luftbefeuchter test

Da gibt es beim TaoTronics ein deutliches Klick-Geräusch beim Einschalten sowie eine stufenlos einstellbare Vernebelung über ein Drehrad. Zusammenfassend können wir für den ersten Teil von unserem Luftbefeuchter Test festhalten, dass der Taotronics und der Homasy im Vergleich zu den anderen Befeuchtern günstiger in der Anschaffung sind, dafür aber einen stark reduzierten Umfang an Features besitzen. Dennoch können sie mit solider Leistung die Raumluft befeuchten und so das Raumklima an kritischen Stellen für wenig Geld verbessern. Grundsätzlich sind beide Geräte zu empfehlen, sofern einen der reduzierte Funktionsumfang nicht stört. Im direkten Vergleich zueinander liegt der Homasy jedoch aufgrund seiner stärkeren Werte im Praxistest eine Nasenlänge vor dem Taotronics. 

Levoit & Beurer LB 55 – Die preisliche Mitte 

Im nächsten Abschnitt von unserem Luftbefeuchter Test 2021 befassen wir uns mit dem mittleren Preissektor. Hier stehen sich der Levoit und der Beurer LB 55 gegenüber. Diese wirken optisch wie haptisch schon etwas hochwertiger als die bisherigen Luftbefeuchter im Test. Sie bieten jeweils einen üppigen sechs Liter Wassertank und besitzen eine Abschaltautomatik, die bei leerem Tank einsetzt. Im Grunde enden hier schon die Gemeinsamkeiten. Denn der Beurer ist von seinen Funktionen her sehr simpel gehalten, während der Levoit scheinbar ALLES kann! Die einfache Bedienung des Beurers besteht nur aus zwei Knöpfen! Während man mit einem Knopf das Gerät an- und ausschalten kann, wird mit dem anderen die Befeuchtung in zwei Stufen eingestellt. Ansonsten gibt es nur noch eine Leuchte, die einen leeren Tank anzeigt. Somit besitzt der Beurer die wenigsten Anpassungsmöglichkeiten in unserem Raumbefeuchter Test.

Mit dem Levoit ist es möglich, eine Raumfeuchtigkeit von vierzig bis achtzig Prozent in Fünf-Prozent-Schritten einzustellen und den Wasserdampf kalt oder warm in jeweils drei Stufen zu vernebeln. Er besitzt außerdem eine Timer-Funktion, eine Automatik-Funktion und einen Nachtmodus. Zusätzlich ist eine Fernbedienung im Lieferumfang enthalten, mit der man sämtliche der eben genannten Funktionen einstellen kann. Zudem handelt es sich hier um das einzige Gerät, das mit ätherischen Ölen genutzt werden kann. Der Levoit hat somit die meisten Anpassungsmöglichkeiten, wie wir es auch in einem Luftbefeuchter Test 2020 schon einmal gesehen hatten. Er erhält somit die volle Punktzahl in dieser Rubrik! Optisch gesehen wirkt unserer Meinung nach der Levoit allerdings nicht ganz so optimal. Aufgrund seines großen, sichtbaren Wassertanks erinnert er eher an ein Küchengerät. Im Beurer ist der herausnehmbare Wassertank integriert, sodass das Gerät insgesamt sehr geschlossen wirkt. 

Unterschiedlicher könnten sie nicht sein!

Doch damit sind die Unterschiede zwischen diesen beiden Befeuchtern noch nicht vorbei! Denn beide nutzen unterschiedliche Techniken, um Wasserdampf zu erzeugen. Während der Levoit die bekannte Ultraschalltechnik nutzt, handelt es sich beim Beurer um einen Hitzevernebler. Hier wird das Wasser zum Verdampfen noch “old school” gekocht, wodurch es auch etwas länger dauert, bis der Dampf empor steigt. Dieser ist jedoch sehr warm und befeuchtet die Luft in direkter Nähe um das Gerät massiv! Allerdings steigt aufgrund der verwendeten Verdampfertechnologie der Stromverbrauch immens.

Der Levoit hingegen verbraucht mit der Ultraschall-Technik nur wenig Strom, wie auch die Vergleichsmodelle aus dem unteren Preissegment von unserem Luftbefeuchter Test. Dafür ist er allerdings auch das am schwierigsten zu reinigende Gerät, da er einerseits die Keimproblematik der Ultraschallgeräte mit sich bringt und somit intensiver gereinigt werden muss, andererseits in sich sehr verwinkelt aufgebaut ist. Dies in Kombination erschwert die Reinigung so um einiges. Der Beurer ist hingegen das mit am einfachsten zu säubernde Gerät in unserem Raumbefeuchter Test, da er aufgrund seiner Hitze-Technik bereits so ziemlich alle Keime abtötet und auch vom Aufbau am wenigsten verwinkelt ist.

luftbefeuchter test 2021

Im großen und ganzen erhalten diese beiden Kontrahenten in unserem Luftbefeuchter Test eine recht gute Platzierung in der Gesamtwertung. Wer etwas im mittleren Preissegment sucht, hat hier die Auswahl zwischen sehr unterschiedlichen Schwerpunkten. Der Levoit setzt vor allem auf seine Ausstattung und Anpassungsmöglichkeiten, ist allerdings auch aufwendiger zu reinigen und hat eine sehr spezielle Optik. Der Beurer hingegen ist zwar in seinen Möglichkeiten stark reduziert gehalten, bringt aber sonst nur minimalen Unterhaltsaufwand mit sich und bietet eine bessere Lösung für keimsensible Menschen. 

Philips HU 4814 – Ist teurer gleich besser?

Das letzte Gerät in unserem Luftbefeuchter Test – der Philips HU 4814 – ist auch gleichzeitig das Teuerste und ist für Räume mit einem Volumen von nur vierundvierzig Quadratmetern ausgelegt. Es funktioniert mit der sogenannten NanoCloud Technologie, die einerseits einen ähnlich niedrigen Stromverbrauch wie die Ultraschallgeräte hat, andererseits keinen Wassernebel wie bei den Vergleichsmodellen erschafft. Stattdessen verströmt der Philips Luft mit erhöhter Feuchtigkeit, was den großen Vorteil hat, dass sich kein Niederschlag um das Gerät herum absetzt. Somit bilden sich keine nassen Flecken auf den umherstehenden Möbeln, sodass auch kein erhöhtes Schimmelrisiko besteht.

Zudem verteilt sich die Luftfeuchtigkeit im Raum sehr viel effektiver, wie uns die Messstationen anzeigen. Hier wird nämlich ausnahmsweise mal an der weiter entfernte Station ein höherer Zuwachs der Luftfeuchtigkeit gemessen als bei der näher liegenden. Außerdem haben wir nach dem praktischen Raumbefeuchter Test den außergewöhnlichen Nebeneffekt erfahren, dass sich die Luft nach dem Praxistest spürbar angenehmer und frischer anfühlt.

Optisch wie haptisch wirkt der Philips am hochwertigsten im Vergleich zu den anderen Geräten im Luftbefeuchter Test und besitzt eine recht einfache und intuitive Bedienung. Für diese sind vier Knöpfe ringförmig um das Display angeordnet, welches die aktuelle Luftfeuchtigkeit im Raum anzeigt. Der erste der vier Knöpfe schaltet das Gerät an oder aus, der zweite bedient die Timer-Funktion mit den Optionen für eine, vier oder acht Stunden. Der dritte steuert die Lüftergeschwindigkeit und somit auch die Lautstärke, während man mit dem vierten die Raumfeuchtigkeit auf vierzig, fünfzig oder sechzig Prozent einstellen kann. Interessant an diesem Luftbefeuchter ist, dass sich die Elektronik komplett in der oberen, abnehmbaren Hälfte befindet. Denn so muss man bei der Reinigung nicht darauf achten, dass Wasser in die Elektronik fließt. Da die Nano-Technik der Philips Geräte laut Stiftung Warentest einen sehr geringen Keimausstoß aufweist, ist der Befeuchter besonders gut für Menschen mit Schleimhautproblemen und Allergien geeignet.

Etwas Kritik

Bei all den bisher positiven Features gibt es leider auch ein paar kleine und einen großen Kritikpunkt, welche nicht ganz so optimal ausfallen. Bei den Kleinen geht es mehr um den Tank und den Prozess seiner Befüllung. Dieser ist nämlich mit nur zwei Litern Fassungsvermögen der kleinste in unserem Luftbefeuchter Test. Auch sind im Tank Lüftungsschlitze integriert, die leider etwas unglücklich platziert sind. Beim Tragen des Tanks besteht somit ein erhöhtes Risiko, Wasser zu verschütten. Alternativ könnte man den Tank aber auch am Betriebsort mit einem Gefäß oder einer Kanne füllen, wenn einem das nicht zu umständlich ist.

Abgesehen davon ist der Philips bei voller Leistung mit rund sechsundvierzig Dezibel das lauteste Gerät im Raumbefeuchter Test. Erst auf der niedrigsten Befeuchtungsstufe kommt er annähernd in den leisen Lautstärkebereich der Ultraschallvernebler. Das ist aber erstmal Meckern auf hohem Niveau, der größere Kritikpunkt folgt nun. Denn für den Philips sind spezielle Filter notwendig, welche alle drei Monate bei regelmäßigem Gebrauch ersetzt werden müssen. So entsteht zum einen mehr Müll und zum anderen höhere Unterhaltskosten im Vergleich zu den Konkurrenten in unserem Luftbefeuchter Test. Eine waschbare Filtervariante wäre hier sehr viel nachhaltiger. 

Raumluftbefeuchter Test

Abschließend können wir zum Philips HU 4814 sagen, dass es sich hierbei um den einzigen Luftbefeuchter handelt, der in unserem Luftbefeuchter Test in allen Bereichen gute Werte aufweisen konnte. Positiv fallen vor allem seine effektive und gleichmäßige Verteilung der Raumluftfeuchtigkeit, auch wenn sie im Vergleich in absoluten Werten etwas niedriger ausfällt. Auch verbraucht das Gerät recht wenig Strom und lässt sich sehr leicht reinigen. Negativ sind hingegen die vergleichsweise hohe Lautstärke in der höchsten Stufe und die laufenden Kosten durch das regelmäßige Wechseln des Filters. Alles in allem kann man aber sagen, dass man für den hohen Preis einen sehr guten Gegenwert erhält.

Die Siegerehrung im Luftbefeuchter Test

Beim besten Luftbefeuchter in unserem Test handelt es sich um den Philips HU 4814, der sich mit seinen Features recht gut durchsetzen konnte. Die Stärke von unserem Testsieger Luftbefeuchter liegt vor allem in der hygienischen und gleichmäßigen Befeuchtung der Raumluft. Nur ganz knapp dahinter reiht sich der Levoit auf den zweiten Platz in unserem Luftbefeuchter Test. Dieser konnte insbesondere mit seiner umfangreichen Ausstattung und Funktionalität aufwarten und ist somit der beste von uns getestete Ultraschall Luftbefeuchter. Mit geringem Abstand folgt der Beurer LB 55, der vor allem durch seine Verdampfertechnologie ein hohes Maß an Hygiene erreicht und sehr unkompliziert im Unterhalt ist.

Gesamtbewertung luftbefeuchter test